AP2 unter FIDO-Governance: Was das für Händler heisst
Das Agent Payments Protocol wurde im April 2026 an die FIDO Alliance übergeben; Version 0.2 erlaubt mit Human-Not-Present-Zahlungen erstmals autonome Transaktionen auf Basis vorab autorisierter Instruktionen. Für Händler heisst das: Die Zahlungs-Autorisierung wird Standard — die Handlungs-Autorisierung bleibt ihre Aufgabe.
Drei Mandate, eine Kette
AP2 verkettet Intent-, Cart- und Payment-Mandate als signierte W3C Verifiable Credentials — kryptografisch sauber für den Checkout. Seit April 2026 akzeptiert Mastercard von PSPs ausgestellte AP2-Mandate als Verifiable Intent; Visa und Stripe haben unterzeichnet.
Die offene Flanke
AP2 beantwortet «Darf diese Zahlung ausgeführt werden?» — nicht «Durfte der Agent diesen Kauf für diese Person überhaupt tätigen, und was sagt der Vertrag im Streitfall?» Genau dort setzt das Vollmachts-Mandat an: payment.* kapselt AP2 als Subtyp, eine Prüfung deckt beide Ebenen.
Praxis-Empfehlung
Mandats-Verify als Pre-Authorization vor dem AP2-/SPT-Schritt — das 150-ms-Budget passt in bestehende Auth-Flows, und der signierte Beleg ergänzt die Zahlungs-Kette um die Befugnis-Ebene.
Kernaussage
AP2 ist die Zahlungs-Fracht. Die Vollmacht ist der Frachtbrief.