OMP/1 — VERIFY
Eine Anfrage, eine Antwort: allow, deny oder escalate — mit Begründung.
Die Verify API prüft präsentierte Mandate deterministisch: Signaturkette, Status in Echtzeit, Scope, Limits, Gegenparteien. Jede Antwort trägt einen signierten Beleg.
Das Problem
Wer Agenten-Anfragen annimmt, steht heute ohne Nachweis da: Handelte der Agent wirklich im Auftrag? Mit der Verify API prüfen Sie vor der Annahme und erhalten einen signierten, unabhängig prüfbaren Beleg der Entscheidung — Beweismaterial für Audit und Streitfall. Ob und wie weit das haftungsentlastend wirkt, hängt vom Einzelfall ab; die Rechtslage ersetzt Mandact nicht.
Deterministisch und erklärbar
Prüfschritte in fester Reihenfolge. Jede Ablehnung nennt genau einen Primärcode — maschinell auswertbar, im Streitfall nachvollziehbar. Das Entscheidungsprotokoll hält beobachteten Wert gegen damals geltende Schranke; ein Prüfer rechnet nach, ohne unsere Datenbank zu befragen.
Status immer live
Ein Widerruf greift ab der nächsten Prüfung. Die Verify API liest den Status live — niemals gegen einen veralteten Cache.
Limits ohne Race Conditions
Betrags- und Frequenzlimits werden atomar reserviert. Parallele Agenten-Anfragen können ein Limit nicht gemeinsam überziehen.
Die geprüfte Handlung ist die ausgeführte
Ein Intent-Hash bindet den Beleg an genau diese Bestellung — Betrag, Gegenpartei, Warenkorb. Weicht bei der Ausführung etwas ab, ist es nachweisbar. Ohne diese Bindung bezeugt ein Beleg nur „eine Bestellung über 450", nicht diese.
Wer prüfen kann, kann nicht fälschen
Belege werden asymmetrisch signiert. Der öffentliche Schlüssel liegt unter /.well-known/jwks.json — eine Akzeptanzstelle kann einen Beleg Jahre später verifizieren, ohne Vertragsbeziehung und ohne die Fähigkeit, selbst einen zu erzeugen.
Wo das Recht einen Menschen verlangt
Eine formgebundene Handlung ist elektronisch nur mit qualifizierter Signatur gültig — und die steht ausschliesslich natürlichen Personen zu. Mandact erkennt diese Handlungen und legt sie einem Menschen vor, statt sie auszuführen. Das lässt sich durch kein Mandat abbedingen: Es folgt aus dem Gesetz, nicht aus der Vollmacht.
Der Kontext zählt mit
Ein Mandat gilt bis zum Ablauf — seine Grenzen stehen fest. Was sich danach ändert, nicht: ein kompromittierter Schlüssel, eine ausgeschiedene Person, eine Anfrage nachts aus einem neuen Land mit einem Betrag am oberen Rand. Solche Anfragen werden angehalten, nicht das Mandat widerrufen. Ein Widerruf gehört der mandatsgebenden Person.
Niemand gibt weiter, was er nicht hat
Beauftragt ein Agent einen Sub-Agenten, ist dessen Vollmacht in jeder Hinsicht enger: keine neuen Aktionen, kein höheres Limit, keine längere Laufzeit. Der Widerruf wirkt nach unten — erzwungen von der Datenbank, nicht von der Anwendung.
Häufige Fragen
+Wie schnell ist die Integration?
Mit dem TypeScript-SDK von null auf die erste Verifikation in unter zehn Minuten — Sandbox ohne Anmeldung.
+Was passiert bei einer Eskalation?
Die Verify API antwortet mit escalate, die mandatsgebende Person erhält eine Step-up-Anfrage und bestätigt oder lehnt ab. Ohne Antwort innert zehn Minuten gilt deny.