Vertrauen
Was Mandact kann. Und was nicht. Vollständig.
Vertrauen entsteht nicht durch Adjektive, sondern durch Prüfbarkeit. Deshalb steht hier beides: was belegt ist — und wo die Grenzen liegen. Beides gehört zur Wahrheit eines Systems, das Beweise verkauft.
Belegt
✓ Kein Beweis, kein Ja
Der gesamte Entscheidungspfad ist eine Transaktion: Freigabe, Budget, Ketteneintrag und Benachrichtigung gelingen gemeinsam — oder gar nicht. Es gibt keinen Zustand «erlaubt, aber nicht bewiesen».
✓ Unabhängig verifizierbar
Belege sind ES256-signiert; der öffentliche Schlüssel liegt unter /.well-known/jwks.json. Unter /pruefen rechnet Ihr Browser die Prüfung selbst — der Beleg verlässt die Seite nicht.
✓ Manipulationsevidente Kette
Einträge sind pro Organisation hash-verkettet und an ihren Zeitstempel gebunden. Ändern, Entfernen oder Umsortieren fällt bei der Kettenprüfung auf — mathematisch, nicht vertraglich.
✓ Vier externe Audits, Befunde geschlossen
Alle P0/P1-Befunde aus vier Prüfrunden sind behoben und die Behebungen dokumentiert. Über 2'100 automatisierte Prüfungen laufen vor jedem Release — inklusive eines Gates, das die Website-Sprache gegen das tatsächliche Systemverhalten testet.
✓ Der Mensch bleibt beweisbar drin
Eskalationen und Signatur-Abschlüsse verlangen einen zweiten Faktor; jede Intervention wird Teil der Kette. Formgebundene Handlungen (z. B. § 623 BGB) erzwingt die Engine als Menschen-Vorbehalt — zur Laufzeit, nicht als Fussnote.
Ehrliche Grenzen
Diesen Abschnitt schreiben Anbieter normalerweise nicht. Wir schon — weil ein Käufer, der die Grenzen kennt, besser integriert, und weil unsere interne Dokumentation seit jeher so arbeitet (Feature-Reality-Matrix, Known Limitations).
Wir sind ein Single Point of Failure — absichtlich
Fail-closed heisst: Ist Mandact nicht erreichbar, stehen kritische Agenten-Handlungen still. Das ist gewollt (lieber Stillstand als unkontrolliert), macht uns aber zu kritischer Infrastruktur. Deshalb: öffentliche Verfügbarkeits-Kennzahlen und ein Latenzbudget, an dem wir uns messen lassen.
Kontrolle nur, wo gefragt wird
Ein Agent, der die Frage nie stellt, wird nie gestoppt. Mandact beweist lückenlos, was durch die Kontrolle lief — nicht, dass alles durch sie lief. Vollständige Abdeckung entsteht, wenn das Gate auf dem Weg sitzt, an dem kein Vorbei ist (Gateway, Zahlungs-Ausgang) — das gehört in jede Integrationsberatung.
Selbst gesetzte Regeln, selbst geprüft
Im Ein-Parteien-Betrieb belegt die Kette die Einhaltung Ihrer eigenen Regeln — genau das verlangen Revision und AI Act. Gegenüber Dritten belegt sie Sorgfalt, nicht automatisch Unschuld.
Gerichtlich noch ungetestet
Kryptografische Vollmachten und Beweisketten haben den Ernstfall vor Gericht noch nicht durchlaufen — das gilt für die gesamte junge Kategorie. Die Beweiswürdigung bleibt frei; wir bauen so, dass sie leichtfällt.
Belege überleben uns — Ihre Daten auch
Weil Belege ohne unsere Datenbank nachrechenbar sind, bleibt Ihr Beweismaterial prüfbar, selbst wenn es Mandact eines Tages nicht mehr gäbe. Exporte gehören Ihnen.
Die Selbstdeklarations-Stufe heisst so, weil sie eine ist
Der Einstiegs-Vertrauenspfad (Stufe 1) verankert Mandate über E-Mail-verifizierte Selbstdeklaration — sichtbar als «self_asserted» in Mandat und Kette. Höhere Stufen (Video-Ident, qualifizierte Anbieter) sind offene Steckplätze; nichts wird als geprüft ausgegeben, was niemand geprüft hat.
Selbst prüfen — jetzt
- → Beleg-Prüfer — ES256-Verifikation direkt im Browser
- → /.well-known/jwks.json — der öffentliche Prüfschlüssel
- → Sicherheit & Architektur — Bedrohungsmodell und Härtung im Detail
- → Vertrauensanker — Steckplätze für Zeitstempel, Identität, Signatur und Zustellung, offen für akkreditierte Anbieter