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Bewerbungen vorsortieren per KI-Agent
Risikostufe 3 · hoch
Ein Screening-Mandat bevollmächtigt einen Recruiting-Agenten, eingehende Bewerbungen nach definierten, dokumentierten Kriterien vorzusortieren. Achtung AI Act: Beschäftigungs-Screening ist Hochrisiko-Anwendung — das Mandat dokumentiert die menschliche Aufsicht, ersetzt sie aber nicht.
Beispiel in Alltagssprache
„Der Agent sortiert nach Muss-Kriterien vor; jede Absage prüft ein Mensch.“
Empfohlene Grenzen
Kriterien explizit im Mandat; finale Entscheide zwingend eskalieren.
Worauf Sie achten sollten
Hochrisiko nach AI Act Annex III — Aufsichts- und Dokumentationspflichten gelten zusätzlich.
Rechtslage in Kürze
- Schweiz
- In der Schweiz richtet sich die Vollmacht nach OR Art. 32 ff. (Stellvertretung); der Widerruf ist jederzeit möglich (Art. 34 OR).
- Deutschland
- In Deutschland gelten §§ 164 ff. BGB: Der Agent handelt im Namen der vertretenen Person, soweit die Vollmacht reicht; sie ist grundsätzlich frei widerruflich (§ 168 BGB).
- Österreich
- In Österreich folgt die Bevollmächtigung §§ 1002 ff. ABGB; der Umfang bestimmt sich nach dem erteilten Auftrag, ein Widerruf ist jederzeit zulässig.
Kein Rechtsrat im Einzelfall; die ausstellbaren Vorlagen durchlaufen einen kanzleiseitigen Review.
Häufige Fragen
+Wie weise ich nach, dass mein Agent Bewerbungen vorsortieren durfte?
Über das Mandat selbst: Es ist kryptografisch signiert, an Ihre Identität gebunden und wird bei jeder Handlung verifiziert. Mandat, Prüfung und Ergebnis liegen hash-verkettet im Evidence Vault — exportierbar für Revision und Gericht.
+Was passiert, wenn ich das Mandat widerrufe?
Der Widerruf wirkt global in unter einer Sekunde. Jede weitere Verifikation wird mit dem Code MD-201 abgelehnt; bereits abgeschlossene Handlungen bleiben in der Beweiskette dokumentiert.