MANDACT

Rechtslage · Deutschland · Risiko 1/3

Abo kündigen per KI-Agent: Rechtslage in Deutschland

Ein Kündigungs-Mandat bevollmächtigt einen KI-Agenten, Abonnemente im Namen einer Person rechtswirksam zu kündigen. Es definiert, welche Abos betroffen sein dürfen, bis zu welchem Monatsbetrag, und ist jederzeit widerrufbar. Der Anbieter prüft das Mandat vor der Verarbeitung und ist damit selbst enthaftet.

Rechtsgrundlage (Deutschland)

In Deutschland gelten §§ 164 ff. BGB: Der Agent handelt im Namen der vertretenen Person, soweit die Vollmacht reicht; sie ist grundsätzlich frei widerruflich (§ 168 BGB).

Allgemein gilt: Die Willenserklärung des Vertreters wirkt für und gegen die vertretene Person, soweit Vertretungsmacht besteht. Bei Software-Agenten trägt die Computererklärungs-Doktrin: Die Erklärung wird der Person zugerechnet, die das System mit definiertem Spielraum einsetzt — das Mandat dokumentiert diesen Spielraum gerichtsfest.

Empfohlene Grenzen

Betragslimit pro Abo, optional Gegenpartei-Liste; Laufzeit 12 Monate.

Typische Risiken

Beweis im Streitfall

Im deutschen Zivilprozess gilt freie Beweiswürdigung (§ 286 ZPO); qualifizierte elektronische Zeitstempel geniessen über eIDAS Art. 41 die Vermutung der Richtigkeit von Datum und Unversehrtheit. Die täglich verankerte Evidence-Wurzel hebt damit die gesamte Kette in privilegierte Beweisposition — und der Anscheinsbeweis ordnungsgemässer Verifikation folgt aus der dokumentierten, deterministischen Prüfung.

Häufige Fragen

Wie weise ich nach, dass mein Agent ein Abo kündigen durfte?

Über das Mandat selbst: Es ist kryptografisch signiert, an Ihre Identität gebunden und wird bei jeder Handlung verifiziert. Mandat, Prüfung und Ergebnis liegen hash-verkettet im Evidence Vault — exportierbar für Revision und Gericht.

Was passiert, wenn ich das Mandat widerrufe?

Der Widerruf wirkt global in unter einer Sekunde. Jede weitere Verifikation wird mit dem Code MD-201 abgelehnt; bereits abgeschlossene Handlungen bleiben in der Beweiskette dokumentiert.