Rechtslage · Schweiz · Risiko 2/3
Digitale Güter kaufen per KI-Agent: Rechtslage in der Schweiz
Ein Mandat für digitale Güter bevollmächtigt einen KI-Agenten zum Kauf von Software, Medien, Credits oder API-Kontingenten. Weil digitale Käufe sofort erfüllt werden und selten widerrufbar sind, empfiehlt sich ein enges Betragslimit pro Kauf und ein striktes Monatsbudget.
Rechtsgrundlage (Schweiz)
In der Schweiz richtet sich die Vollmacht nach OR Art. 32 ff. (Stellvertretung); der Widerruf ist jederzeit möglich (Art. 34 OR).
Allgemein gilt: Wer in fremdem Namen mit Ermächtigung handelt, verpflichtet die vertretene Person direkt (Art. 32 Abs. 1 OR). Die Norm fragt nach Ermächtigung und Erkennbarkeit des Vertretungsverhältnisses — beides liefert das Mandat maschinell: den Umfang als geprüfte Constraints, die Erkennbarkeit als signierte Presentation.
Empfohlene Grenzen
Enges Limit pro Kauf, Monatsbudget, Anbieter-Whitelist.
Typische Risiken
- Digitale Käufe sind meist vom Widerrufsrecht ausgenommen — Limits sind die einzige Bremse.
Beweis im Streitfall
Die Schweizer ZPO kennt die freie Beweiswürdigung (Art. 157 ZPO): Elektronische Evidenz überzeugt durch Integrität, nicht durch Form. Eine hash-verkettete, append-only Beweiskette mit täglich qualifiziert gezeitstempelter Wurzel (ZertES/eIDAS-äquivalent) gibt dem Gericht, was es würdigen kann — Lückenlosigkeit, Unveränderbarkeit, Zuordenbarkeit.
Häufige Fragen
Wie weise ich nach, dass mein Agent digitale Güter kaufen durfte?
Über das Mandat selbst: Es ist kryptografisch signiert, an Ihre Identität gebunden und wird bei jeder Handlung verifiziert. Mandat, Prüfung und Ergebnis liegen hash-verkettet im Evidence Vault — exportierbar für Revision und Gericht.
Was passiert, wenn ich das Mandat widerrufe?
Der Widerruf wirkt global in unter einer Sekunde. Jede weitere Verifikation wird mit dem Code MD-201 abgelehnt; bereits abgeschlossene Handlungen bleiben in der Beweiskette dokumentiert.