AI Act Art. 14: Mandate als Aufsichts-Instrument
Art. 14 der KI-Verordnung verlangt wirksame menschliche Aufsicht über Hochrisiko-Systeme; Art. 26 nimmt Betreiber in die Pflicht, Art. 12/19 verlangen Aufzeichnung. Mandate sind nicht Compliance-Dokumentation über die Aufsicht — sie sind die Aufsicht, als Mechanismus.
Die Abbildung
Definierte Befugnis (das Mandat selbst) = Grenzen der Autonomie; Eskalation ab Schwelle = menschliche Entscheidung, wo es zählt; Kill Switch = jederzeitige Eingriffsmöglichkeit; Evidence = lückenlose Aufzeichnung. Vier Pflichten, vier Mechanismen, ein System.
Betreiber-Perspektive
Wer Agenten mit Mandaten betreibt, beantwortet die Aufsichtsfrage der Behörde mit einem Export statt mit einem Projekt: Hier sind die Grenzen, hier die Eingriffe, hier die Historie — maschinenlesbar.
Verhältnis zu Governance-Tools
Interne Agent-Discovery (Okta, AgentryGov) inventarisiert; Mandate befugen und beweisen nach aussen. Der vollständige Kontrollpfad ist die Kombination — Beobachten plus Befugen.
Kernaussage
Der AI Act fragt: Wer beaufsichtigt die Maschine? Das Mandat antwortet: dokumentiert, durchgesetzt, jederzeit widerrufbar.