Mandact — The Trust Layer of the Agent Economy

Recht & Haftung

OR Art. 32 ff.: Warum Schweizer Stellvertretungsrecht agententauglich ist

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Das Schweizer Obligationenrecht kennt die Stellvertretung seit 1911: Wer in fremdem Namen mit Ermächtigung handelt, verpflichtet die vertretene Person (Art. 32 OR). Die Norm ist technologieneutral — sie fragt nach Ermächtigung und Erkennbarkeit, nicht nach der Natur des Vertreters.

Die Übersetzung

Das Mandat dokumentiert die Ermächtigung (Umfang, Grenzen, Laufzeit) maschinell prüfbar; die Presentation macht das Handeln in fremdem Namen erkennbar; der Verifikations-Beleg dokumentiert, dass die Gegenseite die Ermächtigung geprüft hat — die Sorgfalt, die den Gutglaubensschutz trägt.

Handlungsvollmacht (Art. 462)

Für den kaufmännischen Verkehr definiert Art. 462 OR die Handlungsvollmacht mit gesetzlich vermutetem Umfang — das Vorbild für branchenübliche Mandats-Vorlagen mit klaren Default-Grenzen.

Bewusste Grenze

Wo das Gesetz eine Form verlangt — etwa Schriftform oder qualifizierte Signatur —, führt der Handlungskatalog die Handlung als prepare_only: Der Agent bereitet vor, der Mensch signiert (QES). Formfreie Verträge (contract.sign) darf ein Agent innerhalb seines Mandats abschliessen; die Grenze setzt dann das Mandat, nicht das Gesetz. Diese Unterscheidung ist juristische Hygiene, kein Feature-Mangel.

Kernaussage

Das OR braucht kein Agenten-Update — Agenten brauchen ein OR-taugliches Beweisformat. Genau das ist das Mandat.

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